| Unsere Ziele
Sich kritisch und differenziert aus feministischer Sicht mit patriarchalen Theorien in Psychologie, Psychotherapie und Pädagogik auseinander setzen und insbesondere die Weiterbildung von Frauen auf den Gebieten der feministischen Psychologie, Psychotherapie und Pädagogik fördern. Unsere Grundsätze In unserer Philosophie gehen wir von der ursprünglichen Einheit von Denken und Fühlen aus - im Sinne von Agnes Hellers Theorie der Gefühle - nicht von angeblichen Gegensätzen. Wir verstehen die weibliche Psyche als in sich vollständige und selbständige - nicht als eine durch das andere Geschlecht zu ergänzende Psyche. Die Ursache für die Spaltung der männlichen - und sehr oft auch der weiblichen - Psyche sehen wir in der Polarisierung der Geschlechter. Wir erachten die Polarisierung in weiblich und männlich als gesellschaftlich bedingt (Gender-Ansatz). Wir verzichten auf die Zuschreibung von Eigenschaften an die Geschlechter. Denn nur so können Frauen und Männer selbst heraus finden, was sie wirklich wollen. Wir begründen die Anziehungskraft der Geschlechter und gleichgeschlechtlicher Menschen aus deren Vitalität und Liebeskraft und gegebenenfalls aus dem Bedürfnis nach Mutter- und Vaterschaft. Wir achten grundsätzlich die Vielfalt an Lebensentwürfen und sexuellen Orientierungen von Frauen (und Männern) und unterstützen Menschen darin, ihre Wahl frei zu treffen. Scheinbar private Probleme sehen wir in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang – ob in der therapeutischen Praxis, der psychologischen Forschung oder im pädagogischen Alltag. Wir plädieren für einen neuen, geschlechterdemokratischen Gesellschaftsvertrag, der auch Männern Familienarbeit zugesteht. Selbstverwirklichung verstehen wir als Grundrecht für Frauen und Männer. Grenzen setzen wir dort an, wo die Bedürfnisse anderer Lebewesen tangiert werden.
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